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Sonntag, 28. 11 2021

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RTV Silikon PlatSIL 71-40
zur Anfertigung von Giessformen


Eigenschaften PlatSil 71-40
Mischungsverhältnis (A:B) 1:5
Shore Härte A 40
Verarbeitungszeit, ca. 30 Minuten
Entformung (bei > 25° C) nach ca. 24 Stunden
Farbe transparent
Viskosität, gemischt 25.000 cP
Dichte 1,10

Verarbeitungsanleitung
Die dickflüssigere (RTV-) Silikonkomponente B wird abgewogen und mit dem entsprechenden Gewichtsteil der Komponente A gemischt. Beide Komponenten werden intensiv zu einer gießfähigen Masse aufgerührt.

Eine ausreichende Vermischung ist an der gleichmäßigen Färbung des homogen aufgemischten Gießmaterials erkennbar.

Es empfiehlt sich unbedingt, die aufgerührte Menge vor Beginn der Abformung in ein sauberes Behältnis umzufüllen, ungemischte Anhaftungen von Wand und Boden des Rührtopfes geraten dann nicht auf das abzuformende Original.

Achten Sie darauf, dass die angerührte Menge möglichst nach 1/3 der vorgegebenen Verarbeitungszeit vermischt ist, um ausreichend Zeit auf den Abguss verwenden zu können.

Die aus den beiden Komponenten homogen aufbereitete Gießmasse ist unmittelbar zum Befüllen des sorgfältig vorbereiteten, mit Trennmittel versehenen Objektes geeignet. Eine chargenweise Befüllung der Form kann „frisch in Frisch“ durch mehrere, nacheinander aufgebrachte Schichten erfolgen.

Wir empfehlen eine zügige Verarbeitung, wenn eine schichtweise Befüllung der Schalung erfolgen muss. Unterbrechungen sollten keinesfalls mehr als max. 10 Minuten betragen.

In der vorgegebenen Topfzeit (Verarbeitungszeit) muß die völlige Benetzung der abzuformenden Oberfläche, insbesondere feiner Details vorgenommen werden.

Abformung Jagdgöttin Diana
Aus PlatSil 71-20 gefertigte Gussform mit 5 mm starkem Abguss aus faserarmiertem FMGips

Bei Originalen mit tiefen Unterschneidungen ggf. mit einem Pinsel oder kleinen Spatel leicht nachhelfen, um eingeschlossene Luftblasen aus oberflächennahen Bereichen zu verdrängen.

Die Entformung kann bei ausreichender Temperatur (25°C) nach spätestens 24 Stunden vorgenommen werden.

Die je nach Shore Härte zäh- oder weich elastische, bzw. hart-flexible Gießform wird nach der Vernetzung unter Vermeidung von Gewalt sorgsam vom Original abgelöst.

Unterschneidungen und Vertiefungen erfordern das langsame Herauswinden bzw. Abschälen der Form unter Ausnutzung der Dehnung.

Ausgehärtete RTV Silikonformen eignen sich zur Belegung mit Gips, Beton, zementären Bindemittelsystemen, Ton, Paraffin und Wachs.

Beachten Sie Etikett und Sicherheitsdatenblatt.


Vorbereitung der Abformung
Hohle, offenporige oder poröse Werkstoffe, die zur Abformung vorgesehen sind, sollten auf der Rückseite des Modells so präpariert sein, das eine Entlüftung möglich ist. Dazu genügt in der Regel hinter dem Modell schon ein kleines Loch im Gießkasten.

Gefäß oder Gießkasten zum Abguss des Originals müssen sorgsam abgedichtet, Umrahmungen auf der Unterlage gut aneinander fixiert sein, um ein unbeabsichtigtes Auslaufen des Harzes während des Gießens auszuschließen. Für solche Abdichtungen sind schon Vaseline, Schmieröl oder –seife ausreichend geeignet, sofern die Reaktionstemperatur des verwendeten Materials diese Substanzen nicht zum Schmelzen bringen kann.

Mischen & Gießen
Sorgen sie möglichst für gleiche Temperaturen bei allen erforderlichen Materialien und Werkzeugen. Optimal sind Verarbeitungsbedingungen zwischen 18–25° C in trockener Umgebung. Bedenken Sie, dass ein gefülltes 20 l Gefäß im Winter bis zu 24 Stunden benötigen kann, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Legen Sie sich alle Werkzeuge und Geräte einwandfrei gereinigt bereit. Sie sollten nicht während der Herstellung, insbesondere beim Mischen und Gießen, nach irgendeinem benötigten Gegenstand suchen müssen. Gute Resultate benötigen eine zügige und geordnete Vorgehensweise mit griffbereiten und tadellosen Arbeitsmitteln.

Wenn Gebinde nach erfolgter Entnahme der Komponenten nicht umgehend wieder verschlossen werden, tritt bald eine Beschleunigung der natürlichen Alterung ein. Die bislang hermetisch von umgebender Luft abgeschotteten Gieß-Komponenten A+B reagieren nach dem Öffnen des Lagerbehälters durch den Kontakt mit Luftfeuchtigkeit. PolyPurge, ein Gas, schwerer als Luft, verdrängt diese Feuchtigkeit und minimiert den dadurch verursachten Alterungsvorgang, wenn es vor dem Wiederverschließen in das Lagerbehältnis eingesprüht wird.

Fügen Sie zum Messen oder Wiegen zunächst die etwas flüssigere Komponente(in der Regel Komponente A) in ein sauberes und ausreichend großes Mischgefäß aus Kunststoff oder Metall. Die B-Komponente danach akkurat im entsprechenden Verhältnis in den Mischbehälter hinzugeben und mit der vorgelegten Komponente A homogen vermischen. Es ist unbedingt zu empfehlen, dafür eine genaue Waage zu verwenden.

Mischen Sie intensiv, aber schlagen Sie keine, bzw. möglichst wenig Luft in die Masse. Streifen Sie mit einem (unverzichtbaren) weichen (Gummi-) Schaber die vorgelegte, an der Gefäßwand befindliche Komponenten ab und führen diese durch Rühren wieder der Masse zu. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis sicher ist, dass alle Anhaftungen entfernt und mit der Masse vermischt sind.

Planen Sie Ihre Abformung mit der Uhr und kontrollieren Sie unbedingt den zeitlichen Ablauf des Mischens und Befüllens. Das homogene Aufrühren sollte möglichst nach 1/3 der vorgeschriebenen, zur Verfügung stehenden Verarbeitungszeit abgeschlossen sein. Es verbleibt Ihnen dann ausreichend Gelegenheit, um evtl. auftretende Luftblasen aus dem noch ausreichend viskosen Material auszutreiben.

Nichts ist schwerer zu verschmerzen, als ein irreparabel verklebtes Modell, das nicht wiederhergestellt werden kann.

Vermeiden Sie Hektik!
Planen Sie sorgfältig ihre Vorgehensweise. Beginnen Sie, insbesondere wenn Sie über wenig Erfahrung mit dem verwendeten Material verfügen, mit kleineren Ansätzen.

Gießen der Form
Vermeiden Sie Lufteinschlüsse. Die meisten Formen können auf eine simple Art, einfach durch gleichmäßiges, stetiges Gießen auf eine (möglichst der höchsten) Stelle des Modells hergestellt werden. Durch das Fließen der Gießmasse über die Formenoberfläche entlüftet sich die Masse weitgehend selbst.

Bei besonders feinen Details oder Hinterschneidungen empfiehlt es sich, diese vorab mit einer kleinen Menge zu füllen und durch Adhäsion verursachte Luftblasen mit einem sauberen Pinsel oder Stift „heraus zu schieben“. Das hierfür verwendete Werkzeug muss frei von Trennmittel oder dessen Resten sein. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, damit diese Art des Agitierens nicht den Trennfilm zerstört, den Sie zuvor zur problemlosen und leichten Entformung aufgebracht hatten.

Erstarrungsreaktion und Entformen
Lassen Sie die gefüllte Form möglichst unter den gleichen Temperaturen aushärten, die beim Mischen und Befüllen geherrscht haben.

Entformen Sie bitte sorgfältig und möglichst ohne Anwendung von Gewalt.

Lassen Sie sich Zeit...

Vermeiden Sie unbedingt Überdehnungen, „schälen“ sie die neue Form vom Original. Am besten belassen Sie die Form bis zum endgültigen Abschluss der Reaktion auf dem Original, bevor Sie entformen und, mit geeignetem Trennmittel versehen, zur ersten Belegung vorbereiten.

Additive und Accessoires
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