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Sonntag, 28. 11 2021

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Beachten Sie Etikett und Sicherheitsdatenblatt.

Vorbereitung der Abformung
Poröse Modellstrukturen, z. B. aus Holz, Terrakotta oder Gips müssen durch eine geeignete, sorgsam aufgebrachte „Versiegelung“ aus Lack, PVA oder Schmierseife geschützt werden, um beim Abguss ein Anhaften des 81er-Elastomers an der rauhen Modelloberfläche auszuschließen. Beachten Sie bitte, dass PUR – Elastomer, ohne Trennmittel grundsätzlich an Schellack haften. Benutzen Sie beim Abguss auf einer mit Schellack versiegelten Vorlage unbedingt ein Trennmittel, z. B. PolEase 2300.

Das Trennmittel sollte gleichmäßig, am besten durch Aufsprühen verteilt werden und ablüften. Ggf. mit einem weichem Pinsel, einem saugfähigen Lappen oder Papier von verbliebenen Partikeln und überschüssigem Trennmittel befreien. Zu viel Trennmittel beeinträchtigt die Detailgenauigkeit, flüssiges Trennmittel verhindert die Erstarrung von Harzen und Elastomeren und kann Defekte in der Formenoberfläche, z. B. Lufteinschlüsse oder sichtbare Schlieren verursachen.

In jedem Fall sollte die Verträglichkeit von Formenoberfläche, Trennmittel und der zu verwendenden Gießmasse in einem kleinen Vorversuch festgestellt werden. Das schützt vor in jedem Fall unliebsamen Überraschungen.

Hohle, offenporige oder poröse Werkstoffe, die zur Abformung vorgesehen sind, sollten auf der Rückseite des Modells so präpariert sein, das eine Entlüftung möglich ist. Dazu genügt in der Regel hinter dem Modell schon ein kleines Loch im Gießkasten.

Gefäß oder Gießkasten zum Abguss des Originals müssen sorgsam abgedichtet, Umrahmungen auf der Unterlage gut aneinander fixiert sein, um ein unbeabsichtigtes Auslaufen des Harzes während des Gießens auszuschließen. Vaseline, Schmieröl oder –seife ist für solche Abdichtungen hervorragend geeignet, sofern die Reaktionstemperatur des Materials es nicht zum Schmelzen bringen kann.

Mischen & Gießen
Sorgen sie möglichst für gleiche Temperaturen bei allen erforderlichen Materialien und Werkzeugen. Optimal sind Verarbeitungsbedingungen zwischen 18–30° C in trockener Umgebung. Bedenken Sie, dass ein gefülltes 20 l Gefäß im Winter bis zu 24 Stunden benötigen kann, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Legen Sie sich alle Werkzeuge und Geräte sauber gereinigt bereit. Sie sollten nicht während der Herstellung, insbesondere beim Mischen und Gießen, nach irgendeinem benötigten Gegenstand suchen müssen, gute Resultate benötigen eine zügige und geordnete Vorgehensweise.

Bestandteile der Komponente B können bei längerer Lagerung dazu neigen, sich im Behälter abzusetzen und müssen vor der Entnahme aus dem Lagerungsgefäß aufgemischt werden.

Wenn Gebinde nach Entnahme der Komponenten nicht umgehend wieder geschlossen wird, tritt bald eine Beschleunigung der natürlichen Alterung ein. Die bislang hermetisch von umgebender Luft abgeschlossenen Gieß-Komponenten A+B reagieren nach dem Öffnen des Lagerbehälters durch den Kontakt mit Luftfeuchtigkeit. PolyPurge, ein Gas, schwerer als Luft, minimiert diesen natürlichen Alterungsvorgang, wenn es vor dem Wiederverschließen in das Lagerbehältnis eingesprüht wird.

Rühren Sie zum Messen oder wiegen Sie zunächst Komponente A in einem sauberen Gefäß aus Kunststoff oder Metall.

Die zuvor aufgerührte Komponente B akkurat im Verhältnis 1+4 in den Mischbehälter hinzugeben und mit vorgelegter Komponente A homogen vermischen. Es ist unbedingt zu empfehlen, eine genaue Waage zu verwenden.

Mischen Sie intensiv, aber schlagen Sie keine, bzw. möglichst wenig Luft in die Masse. Streifen Sie mit einem (unverzichtbaren) weichen (Gummi-) Schaber die vorgelegte, an der Gefäßwand befindliche Komponente (B) ab und führen diese durch Rühren der Masse zu. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis Sie sicher sind, dass alles vermischt ist.

Planen Sie Ihre Abformung mit der Uhr und kontrollieren Sie unbedingt den zeitlichen Ablauf des Mischens und Befüllens. Das homogene Vermischen sollte möglichst nach 1/3 der vorgeschriebenen, zur Verfügung stehenden Verarbeitungszeit abgeschlossen sein. Es verbleibt Ihnen dann ausreichend Gelegenheit, um evtl. auftretende Luftblasen aus dem noch ausreichend viskosen Material auszutreiben.

Nichts ist schwerer zu verschmerzen, als ein irreparabel verklebtes Modell, das nicht wiederhergestellt werden kann.

Vermeiden Sie Hektik!
Planen Sie sorgfältig ihre Vorgehensweise. Beginnen Sie, insbesondere wenn Sie über wenig Erfahrung mit dem verwendeten Material verfügen, mit kleineren Ansätzen.

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