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Mittwoch, 21. 11 2018

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Brunnenbecken aus GFB

Durch textile Glasfasern verstärkt –
ein mobiler Brunnen aus feinem Beton


Erfahrungsbericht der Künstlerin
Heike Kabisch

Schon lange war ich auf der Suche nach einem geeigneten Material für ein Brunnenbecken, dass ein wirklich authentischer Bestandteil meines Kunstwerks für eine Ausstellung werden sollte.


Dieses Material musste leicht und dauerhaft dicht sein und optisch möglichst an schweren Beton erinnern. Als ich durch eine Empfehlung Frau Mohr von der Firma Polyconform kennenlernte, endete meine lange, bis dahin erfolglose Suche nach einem geeigneten Material.

Polyconform vertreibt unter anderem Glasfaserbeton, ein Material, das aus einer speziellen Betonmatrix mit einer Armierung aus AR-Glasfasern besteht und von dem ich bis dahin noch nichts gehört hatte.

Da keine metallische Verstärkung nötig ist, kann die Mindestdicke des Betons auf wenige Millimeter reduziert werden. So lassen sich relativ leichte, filigrane Formen herstellen. Nach einer kurzen Einführung in die Verarbeitung des Materials durch und mit Frau Mohr war die Herstellung des Brunnens einfach.

Formenbau
Da ich eine rauhe Oberfläche für meinen Abguss wünschte, entschied ich mich, die Negativform aus alten Holzresten zu bauen.

Damit sich die Form hinterher von dem Positiv aus Beton gut entfernen lässt, sollte diese leicht konisch gebaut werden, da sonst das innenliegende Becken eingekeilt worden wäre und so die Entschalung schwierig gemacht hätte.

form01 innenbecken

Vorbereitung der Form
Nach dem Zusammenbau wurden die kleinen Fugen mit Plastilin aufgefüllt, damit kein Material austrat und der Brunnen keine unschöne Macken erhielt.

Abguss
Als Trennschicht haben wir dann zwei Schichten Poly-Coat auf die Form aufgetragen und auf diese nach 30 Minuten Wartezeit  – zum Vernetzen und Ablüften  –  wiederum mit einem Lappen Trennwachs aufgestrichen.

Herstellung der Form
Dann wurde der Glasfaserbeton mit Spachtel und Pinsel in der Negativform aufgetragen und anschließend zwei bis drei Schichten Glasfasermatten eingearbeitet. Schließlich wurden die Kanten des Beckens mit einem Spachtel etwas dicker aufgebaut, damit dieser belastete Bereich besonders stabil und stoßfest wurde.

Entschalung der Form
Vor der Entschalung der Form sollte man sich mindestens ein bis zwei Tage gedulden, damit der wenige Millimeter dünne Beton ausreichend aushärtet. Tatsächlich ließen sich dann sämtliche für die Form verwendeten Holzteile ganz einfach vom Positiv trennen und ich erhielt das gewünscht leichte Brunnenbecken aus echtem Beton.

Heike Kabisch


brunnen_2009

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